Aktuelles

Was ist eigentlich Gestalttherapie?
Frank-M. Staemmler

Eine Einführung für Neugierige
Hg. Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie
Mit einem Vorwort von Sabine Engelmann.
EHP-Verlag Andreas Kohlhage, 2009
96 Seiten, zahlreiche Abb. u. Farbfotos; gebunden • ISBN: 978-3-89797-062-5 • EUR 12,00 / CHF 19,20

Endlich eine Einführung in die Gestalttherapie, die aktuell, praxisnah und theoretisch fundiert erläutert, wie sie entstanden ist, welches therapeutische Beziehungsverständnis sie auszeichnet, welches Menschenbild sie prägt und welches Vorgehen sie so lebendig, gegenwartsbezogen und wirksam sein lässt.

»Was ist eigentlich Gestalttherapie? – Die Frage kann auch sehr erfahrene GestalttherapeutInnen in Verlegenheit bringen.«
(Reinhard Fuhr)


Inhalt:
Geleitwort (von Sabine Engelmann, DVG)

1. Am Anfang

Grundsätzliches
2. Wie sieht die persönliche Beziehung in der Gestalttherapie aus?
3. Wie sieht die Gestalttherapie den Menschen in der Welt?
4. Wie entstehen aus Sicht der Gestalttherapie psychische Probleme? Und welche Chancen für Veränderung ergeben sich daraus?
5. Wie wirkt die Gestalttherapie?

Historisches
6. Wie entstand die Gestalttherapie?
7. Warum heißt die Gestalttherapie »Gestalttherapie«?

Praktisches
8. Wie gehen Gestalttherapeutinnen methodisch vor?
9. Wie verläuft eine gestalttherapeutische Sitzung konkret?

Verschiedenes
10. Häufig gestellte Fragen
11. Zum Schluss
12. Anhang


Geleitwort:
»Was ist eigentlich Gestalttherapie?« ist eine Frage, die wohl alle Gestalttherapeuten gut kennen. Sie hören sie häufig, meistens als erste Reaktion eines Gesprächspartners, dem sie sich gerade mit ihrer Berufs- oder Tätigkeitsbeschreibung vorgestellt haben. Die Antwort auf die Frage fällt, je nach Situation und Vorliebe des so gefragten Gestalttherapeuten, unterschiedlich lang aus und wird unterschiedliche Aspekte der Gestalttherapie in den Mittelpunkt stellen: Die einen beginnen historisch und erläutern, was es mit dem Begriff »Gestalt« auf sich hat und wie die Therapie zu ihrem Namen kam. Die anderen erläutern das Konzept vom gelungenen Kontakt im Hier und Jetzt und der Verbindung zu spirituellen Wurzeln in östlichen Weisheitslehren. Wieder andere sprechen davon, dass es in einer Gestalttherapie darum geht, sich selbst besser verstehen zu lernen, um sich so verändern zu können. Allen unterschiedlichen Antworten wird aber vermutlich eine abschließende gemeinsame Erklärung folgen, nämlich dass es sich bei der Gestalttherapie um mehr als bloß ein therapeutisches Verfahren handelt, dessen vielfältige Interventionsmethoden inzwischen gern von anderen Therapieschulen aufgegriffen und integriert werden.

Seit ihren Anfängen vor ca. 60 Jahren hat sich die Gestalttherapie weiter entwickelt, sie hat sich von ihrem Ruf, das lebendigste aber auch ungehorsamste Kind in der Familie der Therapieschulen zu sein, die aus der Psychoanalyse und in Abgrenzung zu ihr entstanden sind, verabschiedet und sich sowohl ein solides theoretisches Fundament gegeben, als auch nachgewiesen, dass ihre Methoden nicht nur lebensnah und kreativ, sondern auch wirksam sind.

Gestalttherapeuten arbeiten nicht nur im therapeutischen Umfeld, in Praxen und Kliniken, man begegnet ihnen auch im Kontext von Schulen, Beratungsstellen oder anderen sozialen Einrichtungen. Und auch im weiten Feld der Organisationsberatung trifft man auf zahlreiche Trainer, Berater und Coaches, die die dialogische Grundhaltung und die Vorgehensweisen der Gestalttherapie in ihrer Arbeit anwenden.

Das heißt auch, dass sich der Kreis derer, die sich oder ihrem Gegenüber die Frage stellen, was Gestalttherapie eigentlich ist, im Laufe der Zeit verändert und erweitert hat. Die Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie (DVG), der Dachverband der Gestalttherapeuten in Deutschland, freut sich, dass hier nun eine Einführung vorliegt, die historisch aktuell, praxisnah und theoretisch fundiert erläutert, welches (therapeutische) Beziehungsverständnis die Gestalttherapie auszeichnet, welches Menschenbild sie prägt und welches Vorgehen sie so lebendig und gegenwartsbezogen sein lässt. All diejenigen, denen das rein verstandesmäßige Verstehen nicht reicht, finden am Ende des Buches Hinweise, wo und wie man Gestalttherapeuten und -therapeutinnen findet.

Denn was Gestalttherapie eigentlich ist, erfährt man am besten am eigenen Leib.


Berlin, im Januar 2009
Sabine Engelmann, für den Vorstand der DVG

 

Paul Goodman-Tagung
11. bis 13.11.2011 in Wien
D-A-CH-Tagung zum 100. Geburtstag von Paul Goodman
www.paulgoodmantagung.org