D-A-CH-Tagung in Wien von 22. – 24. Mai 2020

Bitte vormerken: Vom 22. – 24. Mai 2020 findet die nächste D-A-CH-Tagung in Wien unter dem Titel „Anleitung zum (un)anständigen Leben – Auseinandersetzung > Impulse > Aufbruch“ statt.

Das Tagungsprogramm und Informationen zur Anmeldung finden Sie ab Oktober 2019 unter www.d-a-ch-tagung-wien-2020.de

Buchempfehlung zur EAGT/AAGT-Konferenz 2016 in Taormina

Der AAGT und die EAGT luden 2016 gemeinsam mit dem italienischen SIPG zu einer Konferenz unter dem Thema „Ästhetik des Andersseins in einer desensibilisierten Welt“ ein.
In „The Aesthetic of Otherness“ finden sich die Ergebnisse dieser Konferenz mit mehr als 1000 Teilnehmern aus der ganzen Welt.
The Aesthetic of Otherness
Frei zugänglich ist das Werk unter: https://www.gestaltitaly.com/taormina-conference-proceedings/

Wer dagegen eine gedruckte Version bevorzugt, kann sich das Buch gegen eine Gebühr von 25 € plus Versandkosten zuschicken lassen.

Ehrenamtliche Psychotherapie und Beratung für Flüchtlinge ohne Bleiberecht

Am 13.7.2017 hat sich auf Initiative von Cordula Zimmermann und Katharina Stahlmann eine Gruppe DVG-Gestalttherapeut*innen und -berater*innen aus dem Berliner Raum zusammengefunden, die bereit sind, ehrenamtlich Psychotherapie und Beratung für Flüchtlinge ohne Bleiberecht anzubieten – in Zusammenarbeit mit dem Medi-Büro (Büro für medizinische Flüchtlingshilfe), das die Fälle zuweist.

Psychotherapeutische  Arbeit mit Geflüchteten erfordert in einem gewissen Umfang spezifisches Wissen. Und sie erfordert unsere Bereitschaft, uns mit diesem Feld von realer Bedrohung und großer menschlicher Not zu konfrontieren und dort unsere Unterstützung anzubieten. Deshalb haben wir einen monatlichen jour fix eingerichtet, auf dem wir uns austauschen können, so dass keine/keiner alleine sein muss mit den Erfahrungen. Außerdem laden wir externe Referent*innen und Vertreter*innen des Medi-Büros ein, die uns zu unterschiedlichen Themen informieren und denen wir Fragen stellen können.

Wir haben uns zu einem sehr effektiv und bereits nach der kurzen Zeit sehr vertrauensvoll arbeitenden Intervisions-, Fortbildungs- und Lernzirkel zusammengefunden.

Für nähere Informationen stehen Cordula Zimmermann (cordu.zimmermann@freenet.de) und Katharina Stahlmann (gestalt@k-stahlmann.de) gerne zur Verfügung.

Buchbesprechung zu „Zeitlose Erfahrung. Laura Perls‘ unveröffentlichte Notizbücher und literarische Texte 1946-1985“, herausgegeben von Nancy Amendt-Lyon

Die in den USA geborene und in Wien lebende Psychotherapeutin Nancy Amendt-Lyon hat die unveröffentlichten Texte von Laura Perls, der Mitbegründerin der Gestalttherapie, herausgegeben. Die englische Originalausgabe „Timeless Experience“ wurde 2016 veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung wurde von der DVG mit 1500,- Euro unterstützt und erschien 2017 im Psychosozial-Verlag. Eine ausführliche Besprechung von Marta Halpert im WINA. Das jüdische Stadtmagazin (#4, Jg. 7/April 2018) finden Sie hier.

Begegnungen mit Geflüchteten – Möglichkeiten der Gestalttherapie. Reflexionen zu Therapie, Beratung, Politik

heißt ein Sammelband von Katharina Stahlmann, der pünktlich zur DVG-Tagung im Mai 2018 bei EHP erschien.

Er vereint 14 Beiträge von Gestalt-KollegInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die über ihre Arbeit und ihre Kontakte mit (traumatisierten) Geflüchteten berichten. Es ist ein Buch von PraktikerInnen: fachlich, politisch und Mut machend! Näheres zum Inhalt finden Sie hier.

Seit 2009 arbeitet Katharina Stahlmann als Gestalttherapeutin unter anderem mit Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstaus. 2017 hat sie auf der Tagung deutschsprachiger KollegInnen einen Vortrag gehalten, bei dem sie diese Arbeit mit ihren fachlichen und politischen Herausforderungen vorstellte. Die Präsentation dazu finden Sie hier. Aus diesem Vortrag heraus entstand die Idee, den nun vorliegenden Sammelband herauszugeben, der sichtbar macht, wie GestaltlerInnen im existentiellen Sinne Antwort geben auf die Fragen unserer Zeit.  Näheres zur Arbeit von Katharina Stahlmann finden Sie hier.

3. AGHPT Kongress „Fühlen und Erleben in schwierigen Zeiten“

Der 3. AGHPT- Kongress: „Fühlen und Erleben in schwierigen Zeiten. Emotionsfokussierung und Erlebnisaktivierung in der Humanistischen Psychotherapie“ fand vom 7. bis 10.9.2017 in Berlin statt. Ca 450 Teilnehmer nahmen daran teil. Der Kongress stand im Zeichen des Anerkennungsverfahrens der Humanistischen Psychotherapie (HP) beim Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP). Zu den besonderen Highlights zählten der Live-Video-Vortrag von Leslie Greenberg und das Live-Video-Interview mit Irvin Yalom. Zahlreiche VertreterInnen der verschiedenen Methoden der Humanistischen Psychotherapie hielten Vorträge und boten workshops zum Tagungsthema an; um einige zu nennen: Manfred Thielen, Victor Chu, Werner Eberwein, Alfried Längle, Martha Hüsgen-Adler, Christoph Kolbe, Silke B.Gahleitner, Bärbel Wardetzki, Ulfried Geuter und Jürgen Kriz.

Das breite Spektrum der Veranstaltungen verdeutlichte zum einen die wissenschaftliche Fundiertheit der Humanistischen Psychotherapie, deren Anerkennung international bereits seit Jahren besteht,  sowie einen Einblick in ihre vielfältigen erlebnis- und prozessorientierten Richtungen.

Exemplarisch wurde in der Therapieprozessdiskussion „Ein Fall und sechs Methoden“ die Vielfalt der Humanistischen Psychotherapie auf der Grundlage eines gemeinsamen Menschenbildes und gemeinsamer Leitlinien hinsichtlich einer humanistischen Behandlungspraxis veranschaulicht.

Gedenktafel für Fritz Perls

Seit dem 12. Oktober 2012 ist an seinem ehemaligen Wohnhaus in Berlin-Schöneberg, Ansbacher Str. 13, eine Gedenktafel zur Erinnerung an Fritz Perls, den Begründer der Gestalttherapie, angebracht. Die Gedenktafel wurde – initiiert durch die DVG – im Rahmen des Jahreskongresses der Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie und im Beisein von Bob Perls (USA), Enkel von Fritz und Laura Perls, feierlich eingeweiht. Das Haus steht im Nordteil der Ansbacher Straße zwischen Wittenbergplatz und Kurfürstenstraße.