Dieses Wochenende bietet die Gelegenheit, Gestalttherapie kennenzulernen. Es ist geeignet für Menschen, die sich zum ersten Mal auf Selbsterfahrung einlassen wollen oder sich für Gestalttherapie interessieren – wie auch für Therapieerfahrene und InteressentInnen an unserer Fortbildung. In den insgesamt zehn Workshopstunden können Sie die Prinzipien und Arbeitsweisen der Gestalttherapie erleben. Sie können die Angebote für kreative Übungen, für Gruppen- oder Partnerübungen nutzen, um sich selbst und andere bewusster wahrzunehmen und um intensive und differenzierte Erfahrungen mit Ihren Empfindungen, Gefühlen und Gedanken, mit Ihren Gewohnheiten, Rollen und Ihrem Kontaktverhalten zu machen. Sie können in die Gruppe schließlich all das einbringen, was Sie zur Zeit ganz persönlich bewegt. Wie weit Sie jeweils gehen – und sich zeigen – wollen, werden Sie dabei jederzeit selbst bestimmen. Die LeiterInnen wollen Sie an diesem Wochenende in wertschätzender und anregender Weise dabei begleiten und darin unterstützen, mit Ihren geliebten und ungeliebten Anteilen zu experimentieren und durch wachsende Integration zu mehr Präsenz und Lebenslust, zu größerer Selbstverantwortung und zu erweiterten Handlungsspielräumen zu gelangen.
Datum: 11.04.2026 - 11.04.2026Ort: Hamburg (Rindermarkthalle St. Pauli - Theaterraum)
Lebendigkeit.Selbst.Gestalten
Workshop mit Methoden der kreativen Gestaltarbeit zum Thema: „In Kontakt sein“ – Präsenz im Hier und Jetzt.
Was bedeutet „in Kontakt sein“? Mit mir/meinen Herausforderungen/meinem Gegenüber/meinen Bedürfnissen?
Ein Workshop zum sich Kennenlernen, Ausprobieren und neu Entdecken, in dem wir der Frage nachgehen:
Wie entsteht Lebendigkeit für mehr selbstgestaltetes Leben und ein schöpferisches Miteinander?
Eine erlebnisorientierte Selbsterfahrung in der Gruppe, bei der alles sein darf und nix sein muss.
In Gruppen-, Partner- und Einzelübungen erkunden wir gemeinsam unsere Bedürfnisse und
Grenzen im Kontakt miteinander. In kleinen Übungssequenzen erforschen wir unsere körperlichen
Ausdrucksmöglichkeiten, unsere Atemqualitäten und sinnlichen Wahrnehmungsfähigkeiten, gehen
auf Fantasiereisen und tauschen uns im gemeinsamen Feedback dazu aus.
Gemeinsam erkunden wir im geschützten Raum die Grenzen unserer Komfortzonen und
Gewohnheiten und dürfen einen Blick wagen, auf die Lebendigkeit, die uns auf der anderen Seite
erwartet.
Datum: 10.04.2026 - 12.04.2026Ort: Künstlerhaus im KunstKulturQuartier (gegenüber v. Hauptbahnhof), Königsstr. 93, 90402 Nürnberg
Das transgenerationelle Weiterwirken der Folgen von NS, Shoa, Krieg und die Mauern des Schweigens in den Familien. Was sind die Folgen für uns selbst und in unseren Beziehungen? Fortbildungsseminar für Therapeut*innen, Berater*innen, Lehrtherapeut*innen aus den D-A-CH-Instituten für Gestalttherapie
Dies ist ein Angebot im Rahmen des seit 2020 kostenlos zugänglichen digitalen Fortbildungs- projekts www.d-a-ch-curriculum-de zu einer gemeinsamen persönlichen Erkundung der Wei- terwirkmechanismen von NS, Shoa und Krieg im Rahmen eines Fortbildungsseminars.
Hier können wir nach und nach im persönlichen Miteinander mehr darüber erfahren, wie sich diese Folgen aus der NS-Diktatur bei uns und in unseren Beziehungen, in unserem Umfeld und bei unseren KlientInnen zeigen und auf was wir dabei in diesem Themenfeld achten müssen – wie wir darin arbeiten können.
Da Traumata, Angst, Schuld und Scham aus der Zeit in der NS-Diktatur von unseren ((Ur-)Groß-)Eltern meist verdrängt wurden, die fortbestehenden, damit verbundenen Spaltungen und/ oder ideologischen Anpassungs- und Identifikationsprozesse aber dennoch die Beziehungserfahrungen und Atmosphären in den Familien mitbestimm(t)en, bezogen wir Nachgeborenen all die mit dem Tabuisierten verbundenen und deshalb für uns nicht zuordenbaren Gefühle und Verhaltensweisen oft auf uns selbst oder tun dies immer noch. Dies hat bis heute weit reichende Folgen für uns, unsere Wahrnehmungsweisen, unsere Beziehung zu uns selbst und zu anderen, für unser Lebensgefühl und Beziehungserleben, unser in der Welt sein.
Mehr darüber zu erfahren und sich diesem Thema in der eigenen Familie zu stellen, bedeutet, die für das eigene Leben nach wie vor transgenerationell wirksam gebliebenen Zusammen- hänge besser erkennen und tiefer verstehen zu können. Dies hilft oftmals, sich selbst in bislang schwer veränderbaren Bereichen weiterentwickeln zu können und die in diesem Prozess gewonnenen Verständnis- und Kontextualisierungszugänge auch für die therapeu8sche und beraterische Arbeit ausreichend berücksichtigen zu lernen.
Dieses Fortsetzungsseminar ist erneut ein Prozess in Arbeit, in den sich jederzeit Interessierte Schritt für Schritt hineinbegeben und in ihrem eigenen Tempo integrieren können. Die Gruppe ist hierfür offen.
Alle Beitrage, Vorträge der Leiterinnen und themenkundigen KollegInnen, die zum Themeneinstieg, zu einem tieferen Verständnishintergrund oder auch als Lehrmaterial zur Seminarreihe geeignet sind, können unter nachfolgendem Link für ein anschließendes Weiterarbeiten kostenlos auf der Curriculumseite abgerufen werden: https://www.d-a-ch-curriculum.de/1/teil-i-weiterwirkfeld-familie/ia-gt-curr-beitraege-fuer-ein-gt-curriculum/einleitung und zwar in Teil I. unter A.1, A.2, A.6 – und zur Theoriebasierung des interdisziplinären Arbeitens in Teil II. unter B.3.
Anmeldungen bitte bis spätestens 31. 01. 2026 an Karin Daecke:
Beginn: Freitag, 10. April um 16:30, Ende: Sonntag, 12. April um 13:00
Seminar-Kosten: 325.- Euro
TeilnehmerInnen-Begrenzung: 8 TeilnehmerInnen
Zum Entwicklungsstand:
Im ersten Seminar 2024 machten wir unter der Leitung von Karin Daecke (Kuratorin/ Mitautorin, Integrative Bewegungs-/Gestalttherapeutin, DVG) einen Anfang, indem wir uns überwiegend in Kleingruppen von unserem Familienhintergrund im Kontext der Thematik und unserem jetzigen Leben erzählten und dies auch auf theoretischer Ebene reflektierten. Hierfür fanden wir immer wieder im gemeinsamen Gruppendiskurs Begriffe, Bilder, um das zusammen Erlebte, Gefühlte, versprachlichen zu können. Wir blieben hierbei fürs erste im Rahmen kleiner Einzelarbeiten und einer größeren Arbeit, bei der deutlich wurde, wie wichtig die Erwachsenenebene für die Zuordnungsprozesse der durchlebten Gefühle im Generationenkontext ist und bleibt.
Im zweiten Wochenendseminar 2025 war der Vertrauensboden für die Neuhinzugekommenen tragend genug, um die Bedeutung des Familienhintergrunds für das jetzige Leben mittels soziogrammatischer Positionierungsfragen tiefer ausloten und das Trigger-Potenzial der aktuellen politischen Rechtsruck-Entwicklung in Europa und in den USA wahrnehmen und mitthematisieren zu können. Unter der Leitung von Nina Diesenberger (Lehrtherapeutin, ÖAGG) und Karin Daecke (siehe vorne) wurden Panoramabilder zum NS-Diktatur-Folgenhintergrund in den Familien erstellt; diese wurden allen TeilnehmerInnen in der Gruppe vorgestellt und für den aktuellen Bedeutungszusammenhang soweit wie gewünscht bearbeitet.
Im dritten Wochenendseminar 2026 werden wir unter der Leitung von Nina Diesenberger und Karin Daecke zusammen mit den Gruppenmitgliedern die für sie im NS-Diktatur-Kontext bedeutsamen Familienthemen und deren persönliches Weiterwirken bis heute mitsamt ihren Auslösekontexten weitergehend fokussieren und mit all dem, was hierzu alles aus den persönlichen und beruflichen Beziehungen mit in den Vordergrund rückt, tiefer beleuchten.
Hierzu werden wir auch eine erste theoretische Konzeptualisierung des transgenerationellen Arbeitens mit ihrem Fokus auf die themenrelevanten Felder und Ereignisse im Mehrgenerationen- und Jetzt-Kontext vorstellen und gemeinsam erörtern.
Wir freuen uns auf euch!
Karin Daecke und Nina Diesenberger
Datum: 24.04.2026 - 26.04.2026Ort:
Traumapädagogik und Traumazentrierte Beratung (DeGPT/FVTP) am HIGW
Dorit Lorenz-Heinrich und ihr Fachteam haben eine Weiterbildung entwickelt, die traumapädagogische und traumazentrierte Arbeit nach DeGPT/FVTP-Standards entwickelt wurde. Start ist am 24.-26. April 2026.
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten, die belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht haben – und die lernen möchten, wie sie Stabilisierung, Ressourcenaufbau und sichere Beziehungsgestaltung professionell begleiten können.
Nächster Infoabend: 15.Januar 2026, 19:00 Uhr oder:
Hol Dir eine Einzelberatung bei Dorit Lorenz-Heinrich:
Traumapädagogik und Traumazentrierte Beratung (DeGPT/FVTP) am HIGW
Dorit Lorenz-Heinrich und ihr Fachteam haben eine Weiterbildung entwickelt, die traumapädagogische und traumazentrierte Arbeit nach DeGPT/FVTP-Standards entwickelt wurde. Start ist am 24.-26. April 2026.
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten, die belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht haben – und die lernen möchten, wie sie Stabilisierung, Ressourcenaufbau und sichere Beziehungsgestaltung professionell begleiten können.
Nächster Infoabend: 15.Januar 2026, 19:00 Uhr oder:
Hol Dir eine Einzelberatung bei Dorit Lorenz-Heinrich:
Gestalttherapie – Lebensfreude und Persönlichkeitsentwicklung
Präsenz und Dialog sind die beiden Beine, auf denen die Gestalttherapie steht und geht.
Demnach sind GestalttherapeutInnen vor allem „… partnerschaftliche BegleiterInnen ihrer KlientInnen, die diesen als persönlich erkennbare, emotional resonanzfähige, engagierte und unabhängige Menschen … gegenübertreten und sich nicht hinter der Rolle der besserwissenden ExpertInnen und mächtigen PsychotechnikerInnen verschanzen.“ (Frank-M. Staemmler).
Ausgehend von diesem Verständnis vom Wesentlichen der Gestalttherapie lernen die TeilnehmerInnen in Einzel-, Paar- und Gruppenübungen sowie in kleineren Einzelarbeiten und theoretischen Erläuterungen deren grundlegende praktische Arbeitsweisen und theoretische Konzepte kennen.
Das wichtigste „Werkzeug“ in der Gestalttherapie ist die Person des Therapeuten selbst. Von daher wird die Bereitschaft der TeilnehmerInnen, sich persönlich zu öffnen und zu engagieren, vorausgesetzt und bildet die Grundlage für eine fundierte und umfassende Beschäftigung mit der Thematik.
Dieser Fortbildungsworkshop wird von der Landespsychotherapeutenkammer (LPK) Baden-Württemberg mit 19 Punkten akkreditiert.