Dies ist ein Angebot für alle, die sich mit dem Thema Klimakrise neu auseinandersetzen möchten.
Es kann ein Anfang sein aus der Ohnmacht und Starre rauszutreten und wieder in die eigene Kraft zu finden und handlungsfähiger zu werden. Die Idee ist, sich auf experimentell konstruktiver Art und Weise dem Thema zu nähern. Dabei kann es möglich werden, mehr mit sich selbst, mit anderen und mit der Welt in Kontakt zu treten, einen Raum für Verbindung zu schaffen. Grundlegende Elemente, mit denen wir arbeiten werden, sind zum einen eine gestalttherapeutische Haltung und daraus wachsend verschiedene Übungen und Angebote, ein Bezug und Bewusstsein für unseren Körper sowie Einflüsse durch das „active hope“ Training.
Start 15.01.2026, 2-wöchentlich donnerstags, insgesamt 5 Termine.
Die Weiterbildung in dialogisch-humanistischer Traumatherapie wird als Jahreskurs mit 7 Modulen (je 2 Kurstage) von der GestaltAkademie Köln in Kooperation mit dem Münchner Institut für Traumatherapie (MIT) angeboten.
Die Ausbildung verbindet lernpsychologisch-verhaltenstherapeutische und systemische Aspekte in einem gestalttherapeutischen, mehrphasigen Ansatz. Das Konzept wurde von Prof. Dr. Willi Butollo (ehem. LMU München) aus über 30-jähriger Arbeit mit traumatisierten Menschen verschiedener Kulturkreise entwickelt.
Trauma kann generell verstanden werden als eine nicht assimilierte Erfahrung von Grenzverletzung – es wird nicht nur durch das Ereignis konstituiert, sondern auch durch den Mangel an relationaler Unterstützung, um es zu durchlaufen und zu verarbeiten (Gianni Fancesetti). Traumafolgen sind ein sozial-interpersonelles Problem – sie zeigen sich bei Betroffenen in charakteristischen Symptomen und in der Gestaltung von Beziehungen.
Der Kurs vermittelt anhand verschiedener diagnostischer Modelle ein Verständnis der Selbstprozesse bei Mono- und Komplextraumatisierung und ihrer sogenannten Leitsymptome. Auf dieser Basis werden Techniken und Arbeitsweisen der vierphasigen, humanistischen Traumatherapie vorgestellt und in Übungen erfahrbar gemacht.
In einer ersten Phase – und im weiteren Prozess immer wieder – liegt der Fokus auf Wahrnehmung und Kontakt im Gegenwärtigen, um ein differenziertes, auch körperliches Gefühl der Kontrolle und Sicherheit bei gleichzeitiger Annahme eines Maßes von Unsicherheit in der aktuellen Situation aktivieren zu können. Dazu werden Techniken zur Selbstregulation eingeübt. Auch die Psychoedukation als Unterstützung zum Verstehen eigener Erlebens- und Verhaltensweisen spielt eine wichtige Rolle.
Im Weiteren geht es um die Stabilisierung der Selbstfunktionen in Interaktionen des Alltags, um die Förderung von Selbstwirksamkeit im Dialog – in trauma-assoziierten, jedoch trauma-fernen Umständen.
Eine wichtige Phase ist die dialogische Exposition, in der in einer imaginierten Konfrontation mit dem Verursacher oder Täter Alternativen zu der in der traumatischen Situation erlebten und verfestigten Hilflosigkeit oder Selbstaufgabe ganzheitlich spürend gesucht und gefunden werden, um (wieder) zu eigener Stärke zu finden. Für diese herausfordernde Prozessarbeit zur (Wieder-)Etablierung einer gesunden Kontaktgrenze hat Willi Butollo die 4-Stuhl-Technik entwickelt.
Schließlich geht es in der Integrationsphase um die Stärkung der entwickelten Fähigkeiten und Kompetenzen an der Kontaktgrenze sowie um innere Auseinandersetzung und vielleicht um Annahme der durch die Traumatisierung eingetretenen, unverrückbaren Veränderungen.
Für die dialogische Begleitung dieses herausfordernden Prozesses braucht es auf der Therapeutenseite ein präsentes, zugewandtes Gegenüber, das sich des Prozesses bewusst ist, emotional erreichbar für den Schrecken der Klientin und gleichzeitig mit festen Boden unter den Füßen – eine herausfordernde Aufgabe auch auf der Therapeutenseite.
Der Workshop bietet InteressentInnen an der Gestalt-Fortbildung eine Einführung in die Praxis der Gestalttherapie. Er bietet zudem den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre zukünftigen FortbildungsleiterInnen bei der Arbeit zu erleben und potenzielle Mitglieder der Fortbildungsgruppe kennenzulernen. Somit dient er dazu, die Entscheidung für die Fortbildung im Allgemeinen und für eine bestimmte Fortbildungsgruppe im Konkreten zu erleichtern.
Bei Teilnahme an der Fortbildung werden die Kosten des Orientierungsworkshops auf die Gesamtfortbildung angerechnet.
Die Sommerwoche lädt dazu ein, innezuhalten, zu forschen und sich selbst in unterschiedlichen gestalterischen Zugängen zu begegnen. In einer Abfolge von Workshops öffnen sich Räume für Wahrnehmung, Bewegung, Stille, Ausdruck und Dialog – getragen von gestalttherapeutischer Haltung und künstlerischer Praxis.
Vom 20. bis 25. Juli 2026 finden deutschsprachige Workshops statt,
vom 26. bis 31. Juli 2026 folgen englischsprachige Workshops
Die einzelnen Tage können unabhängig voneinander besucht werden und setzen jeweils eigene thematische Schwerpunkte – von intuitivem Zeichnen über Arbeit mit Stille, Tanz und Bewegung bis hin zu körperorientierter Wahrnehmung und kreativem Ausdruck im Hier und Jetzt.
Datum: 24.07.2026 - 26.07.2026Ort: Müchner Institut für Traumatherapie (MIT), Rosenheimer Strasse 120, 81669 München
Gestalt-Paartherapie kennenlernen – ein Entwicklungsweg zu zweit
Wie erleben Sie Ihre Partnerschaft – mit wieviel Freude, Energie und Kreativität – oder Unsicherheit und Frustration? Wie bewältigen Sie gemeinsam Herausforderungen? Wieviel Raum geben Sie Ihrer Sehnsucht in Ihrer Beziehung – und wieviel Raum der Sehnsucht der Partnerin? Wie sprechen Sie von Ihrem inneren Erleben – und hören und begegnen sich dabei als Partnerin und Partner? Wie erreichen Sie sich in Ihrem Gefühlsdialog? Wie berühren Sie sich – körperlich, geistig und emotional? Wieviel Zeit schenken Sie sich? Welche Bedeutung hat Ihre Beziehung in Ihrem Lebensplan?
In diesem Seminar können Paare für sich neue Möglichkeiten des Austauschs kennenlernen, vielleicht unvertraute Wege im Sich-Mitteilen, Hören und Gehört-Werden erkunden, sich von der Begegnung mit anderen Paaren anregen lassen und die Gemeinschaft als Herausforderung und Stärkung erfahren. In der Gestalt-Paartherapie geht es weniger um eine äußere Sicht auf das Paar. Vielmehr erkunden wir die Erlebens- und Sichtweisen der Beziehungspartner selbst – und wie diese zusammenwirken. Oft suchen wir Worte für das Gespürte, noch Unausgesprochene – auf diesem Weg kann der Dialog der PartnerInnen wieder in Fluss kommen.
Elemente unserer Arbeitsweise sind: Selbstexplorationen, paarspezifische Übungen, angeleitete Dialoge, szenische Erkundungen im Partnersetting, Achtsamkeits- und Meditationselemente, Übungen zur Körperwahrnehmung, Begegnung und Austausch sowie kurze Impulsvorträge.